Gigabit in Pörtschach am Wörthersee
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Gigabit in Pörtschach am Wörthersee

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Zukunftsfitter Tourismus braucht eine leistungsstarke Netzinfrastruktur

PÖRTSCHACH, 20. Mai 2026 – Eine leistungsstarke und zukunftssichere Netzinfrastruktur wird für Tourismusregionen gleich in mehrfacher Hinsicht zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Wer die hohen Erwartungshaltungen der Gäste in diesem Bereich erfüllen will, braucht Anbindung an Glasfaser. In den Gastronomie- und Hotellerie-Betrieben ermöglichen die sicheren Leitungen mit hoher Datenkapazität zudem die Optimierung der digitalen Geschäftsprozesse – von der Buchung bis zur Abrechnung. In Pörtschach hat man die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt – der Glasfaser-Ausbau in der Gemeinde ist rechtzeitig vor dem Sommer abgeschlossen.

SILVIA HÄUSL-BENZ

Meilenstein für Pörtschach

In der Gemeinde Pörtschach freut man sich auf die Inbetriebnahme des Glasfasernetzes und die gesamte Fertigstellung noch vor dem Sommer. „Das ist für uns in Pörtschach ein wichtiger Standort- und Wettbewerbsfaktor“, weiß Silvia Häusl-Benz. Die Bürgermeisterin sieht jedoch nicht nur die Wirtschaft als Gewinner – auch Schulen, Behörden oder Gesundheitseinrichtungen werden von den leistungsstarken Netzen profitieren. „Dies alles kommt der Gemeindebevölkerung zugute und sichert nachhaltig die hohe Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner in Pörtschach“, so Häusl-Benz und apelliert abschließend: „Der erfolgreiche Glasfaser-Ausbau in unserer Gemeinde zeigt, wie wichtig es ist, diese Infrastrukturprojekte aktiv zu unterstützen. Ich kann anderen Gemeinden nur empfehlen, den Ausbau engagiert voranzutreiben – denn eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist ein entscheidender Schritt für die Zukunftsfähigkeit jeder Region.“

SEBASTIAN SCHUSCHNIG

Breitbandausbau in Kärnten

„Es geht beim Breitbandausbau um eine essenzielle Basisinfrastruktur für unsere Unternehmen, die sich auf ihre Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. Daher brauchen wir diesen raschen Ausbau, gerade auch in einer Tourismusgemeinde wie Pörtschach. Denn leistungsstarkes Internet gehört zu einem modernen Gästeangebot dazu. Ich begrüße daher jeden privaten Ausbau wie hier in Pörtschach, der zur Verdichtung des Breitbandangebots in Kärnten beiträgt.“ – Sebastian Schuschnig, Wirtschaftslandesrat Kärnten

ALFRED PUFITSCH

Glasfaser-Ausbau braucht neues Denken

Glasfaser ist schneller, stabiler und sicherer als jede alternative Technologie und bildet die technische Grundlage für digitale Angebote. öGIG CEO Alfred Pufitsch erklärt dazu stolz: „Als öGIG-Gruppe haben wir bisher 250.000 Haushalte mit einem Zugang zum Glasfasernetz ausgestattet. Das ist ein essenzieller Beitrag für den wichtigen digitalen Fortschritt im Land, denn was wir heute an Glasfaser ausbauen, ermöglicht alle technischen und digitalen Anwendungen von morgen.“ In nur zwei Jahren ist Österreichs Netzverfügbarkeit von 49,7 Prozent auf 58 Prozent gestiegen, in ländlichen Gebieten hat sich der Zugang zu Glasfaser-Anbindungen binnen vier Jahren sogar verdoppelt. Im Ranking der österreichischen FTTH-Anbieter (Fiber to the Home) rangiert die öGIG-Gruppe mit einem Marktanteil von 11,6 Prozent laut RTR-Internet Monitor damit auf Rang zwei. Beachtenswert erscheint dies, da die öGIG ihre Projekte zu 90 Prozent im privatwirtschaftlichen Ausbau abwickelt. Das bedeutet, dass für die Errichtung der Glasfaserinfrastruktur keine Gelder der öffentlichen Hand genutzt werden.

Damit die künftig steigende digitale Nachfrage abgesichert und der Breitbandausbau konsequent vorangetrieben werden kann, formuliert der öGIG-Chef klare Forderungen: „Wir sind von der digitalen Zukunft überzeugt – um sie umsetzen zu können brauchen wir aber an zentralen Stellen ein Umdenken und eine Neuausrichtung. Entscheidend sind einheitliche Richtlinien für den Bau und die Oberflächen-wiederherstellungen in den Gemeinden, die konsequente Wahrung von freiem Markt und Wettbewerb sowie ein stärkerer kooperativer Schulterschluss zwischen privatem und öffentlichem Ausbau.“

ROLAND HIRTENFELDER

Gäste bringen drei bis vier Endgeräte mit in den Urlaub

Welch große Bedeutung ein leistungsstarkes Internet in einem hochqualitativen Tourismusangebot spielt, kann Roland Hirtenfelder, Direktor der Werzer-Gruppe in Pörtschach anhand eines realen Beispiels klar belegen: „Wir hatten in unserem Haus vor einiger Zeit einen mehrstündigen Warmwasserausfall. Genau zwei Gäste haben deswegen bei der Rezeption reklamiert. Bei einem W-Lan-Ausfall im gleichen Zeitraum gab es innerhalb kürzester Zeit 120 Anrufe.“ Der Tourismusunternehmer sieht in diesem realen Beispiel einen Beleg dafür, welch hohe Priorität ein uneingeschränkter Netzzugang für Gäste hat. Im Werzers Hotel Resort gehen die Verantwortlichen davon aus, dass in jedem vermieteten Zimmer mindestens drei bis vier Endgeräte regelmäßig und häufig auch gleichzeitig genutzt werden – mit all den damit verbundenen nötigen Datenkapazitäten.

Im renommierten Traditionshaus am Wörthersee investierte man zuletzt rund 250.000 Euro in eine neue IT-Infrastruktur. Im Zuge eines geplanten Severwechsels wurde dabei auch das hausinterne Kommunikationssystem erneuert. „Wir kommunizieren nun rasch und unkompliziert über die Screens in den Zimmern mit unseren Gästen. Diese können im neuen System nicht nur verschiedene Dienste nutzen, sondern auch die Abrechnung des Aufenthaltes bei Abreise erledigen“, so Hirtenfelder. Um die dafür nötigen technischen Rahmenbedingungen sicherzustellen, wurden in der Vergangenheit mehrere Funk-Modelle erprobt – keines führte zu einer befriedigenden Lösung. Dementsprechend groß war das Interesse bei Werzers an einer raschen Anbindung an ein Glasfasernetz. Um den Prozess zu beschleunigen, stellte das Unternehmen den für den Bau des Netzknotenpunkts (PoP) nötigen Platz zur Verfügung.

Gerne hätte Hirtenfelder auch ein zweites zum Unternehmen gehörendes Hotel in der Nachbargemeinde mit angeschlossen. Ein diesbezügliches Gespräch mit den dortigen Gemeindeverantwortlichen verlief jedoch enttäuschend. „Man hat uns klar gesagt, dass der Glasfaser-Ausbau in der Gemeinde keine Priorität hat und demnach keine Aktivitäten dahingehend gesetzt werden“, so der Tourismus-Experte. Die Verantwortlichen bei Werzers trafen daraufhin die Entscheidung, die Anbindung des zweiten Hauses selbst zu finanzieren und investierten rund 40.000 Euro in das Projekt. „Dass sich eine Gemeinde im Zeitalter der Digitalisierung einem Glasfaser-Ausbau verschließt, ist erstaunlich. In solchen Fällen wäre es die Aufgabe der Politik, steuernd zu agieren“, fordert Hirtenfelder.

MARTIN ZANDONELLA

Kärnten setzt wichtige Schritte bei Netzinfrastruktur

Martin Zandonella, Fachgruppenobmann in der Wirtschaftskammer, sieht Kärnten im Bereich der digitalen Infrastruktur auf einem durchaus guten Weg. So werden im Land derzeit wesentliche Weichenstellungen getätigt, um die technischen Voraussetzungen für die immer weiter fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen zu schaffen. So soll noch in diesem Jahr der ALPSiX-Knoten – die Anbindung Kärntens an einen internationalen Datenhighway – in Betrieb gehen. „Damit wird der gesamte Alpen-Adria-Raum digital aufgewertet. Wir gewinnen als digitaler Knotenpunkt über die Grenzen hinaus an Bedeutung“, betont Zandonella. Auch beim Breitbandausbau sieht Zandonella Kärnten auf einem guten Weg und begrüßt insbesondere das fortschreitende Angebot offener Glasfasernetze. „Diese schaffen faire und zukunftssichere Rahmenbedingungen, weil mehrere Internet-Anbieter dieselbe Infrastruktur nutzen können und Bürgerinnen und Bürger dadurch langfristig von mehr Auswahl, besserem Wettbewerb und attraktiveren Angeboten profitieren,“ so der WKO-Fachgruppenobmann.

HARTWIG TAUBER

Glasfaser im Tourismus – kein nice to have, sondern must

Welch große Rolle leistungsstarke Datennetze für einen erfolgreichen Tourismus spielen, belegen nicht auch zuletzt europaweite Untersuchungen. So konnte in der Studie „Digitalisation und rural tourism in Europa“ klar ein Zusammenhang zwischen dem Digitalisierungsgrad einer Region und der Nachfrage nach ländlichen Unterkünftigen nachgewiesen werden. „Dies belegt, dass nicht nur große Hotellerie-Betriebe oder bekannte Regionen von einer leistungsstarken Netzinfrastruktur profitieren. Es geht hier vielmehr um die touristische Attraktivität der gesamten Region“, betont Hartwig Tauber. Der öGIG-Experte sieht deshalb das Projekt in Pörtschach auch als richtungsweisend für weitere Tourismusregionen.

In der Wörthersee-Gemeinde wurden die Arbeiten für die Verlegung und Verkabelung des Glasfasernetzes rechtzeitig vor der Sommersaison abgeschlossen. Rund 1.300 Haushalte und Unternehmen sind auf 13 Kilometern Netzlänge an die moderne Technologie jetzt angebunden. Insgesamt investierte die öGIG in Pörtschach 2,8 Millionen Euro. Ab sofort können Bürgerinnen und Bürgern das offene Glasfasernetz nutzen und aus über 20 Internetanbietern den passenden Tarif wählen.

Fotohinweis: WKO-Fachobmann Martin Zandonella, Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig, öGIG Geschäftsführer Hartwig Tauber, Bürgermeisterin von Pörtschach Silvia Häusl-Benz mit öGIG-Chef CEO Alfred Pufitsch und Werzers Hoteldirektor Roland Hirtenfelder im Rahmen der Pressekonferenz zum Thema Glasfaser-Ausbau und Tourismus.

Fotocredit: öGIG/Walter Szalay